Der "VW Käfer" - eines der erfolgreichsten und berühmtesten Autos aller Zeiten!
Bis zum Juni 2002 war der Käfer das mit rund 21,5 Millionen Exemplaren am meisten verkaufte Auto der Welt. Bereits im Februar 1972 war mit dem Volkswagen Typ 1302 S das 15.007.032. Exemplar vom Band gelaufen, das sogar die berühmte "Tin Lizzy" von Ford als das bis dahin meistgebaute Automobil ablöste.
Ihren Anfang nahm diese beeindruckende Erfolgsgeschichte im Jahr 1935 im Feuerbacher Weg Nr. 48–50 in Stuttgart. Inspiriert von den damals kursierenden Vorstellungen, ein für das ganze Volk erschwingliche Automobil zu konstruieren, entwickelte Ferdinand Porsche in seiner privaten Werkstatt den Urtyp des späteren "Volkswagens".
Die wichtigsten Konstruktionsmerkmale waren ebenso einfach wie genial. Im Heck der stromlinienförmigen Karosserie arbeitete ein luftgekühlter Vierzylinder-Boxermotor, der 24 PS mobilisierte. Diese Bauweise zeichnete sich durch eine ungewöhnliche Robustheit und Wartungsfreundlichkeit aus. Und so kam es, dass sich während der gesamten Bauzeit des Käfers an den technischen Grundzügen kaum etwas ändern sollte.
Bis dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst in Serie gehen konnte, mussten die Deutschen noch dunkle Jahre überstehen. Während des Zweiten Weltkrieges hatte die Fabrikation der als "Kübelwagen" bekannt gewordenen Militär-Version des Käfers im eigens errichteten Werk in Fallersleben Vorrang. Erst nach Kriegsende im Jahr 1946 lief das erste Fahrzeug mit der offiziellen Bezeichnung "Typ 1" vom Band.
Es sollte noch ein paar Jahre dauern, bis die Kriegsschäden am Werk endgültig beseitigt waren. Doch dann kam die Produktion so richtig in Fahrt: Bereits am 05. August 1955 hatten eine Million Fahrzeuge das Werk verlassen – und den Käfer damit zu einem der Symbole des Wirtschaftswunders werden lassen.
In den folgenden Jahren erreichte die Produktion ungeahnte Höhen. Schon bald erschienen auch ein Cabriolet und zahlreiche Sonderversionen wie das Modell "World Cup '74", das Deutschlands Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 gewidmet war.
Zum deutschen Exportschlager wurde der Käfer auf dem amerikanischen Markt, wo vor allem jüngere Käufer das kleine und vor allem zuverlässige Automobil als Alternative zu den sonst üblichen "Straßenkreuzern" entdeckten.
Sogar auf die Leinwand schaffte es der Käfer. Mit der berühmten "Herbie" Serie setzte Hollywood dem deutschen Kleinwagen ein cineastisches Denkmal. Auch in den fünf hierzulande gedrehten "Dudu" Filmen erlangte der Käfer Star-Ehren.