Briefmarken 2020 – aktuelle Briefmarken

Ein Ausblick auf die Postwertzeichen 2020: Gedenkmarken, Plusmarken und Briefmarken-Serien

Das Sonderpostwertzeichenprogramm 2020 verspricht zahlreiche Höhepunkte aus Kunst, Kultur, Medien, Sport und Wissenschaft. Neben der Fortsetzung der beliebten Reihen „Deutschlands schönste Panoramen“, „Tierkinder“ und natürlich „Schätze aus deutschen Museen“ finden Sie tolle Motive zur Lieblings-Krimiserie der Deutschen „Tatort“, der Fußballlegende Fritz Walter und dem weltberühmten Lügenbaron Münchhausen. Weiter erwarten uns ein Nobelpreisträger, Helden unserer Kindheit sowie eine Sonderausgabe zur Fußball-Europameisterschaft 2020.

Vorschau auf die Sonderbriefmarken 2020

2020 wird eine ganze Reihe bedeutender Persönlichkeiten geehrt. Gleich im Januar erscheinen Sonderpostwertzeichen zu Ehren Ernst Barlachs, Vincent van Goghs und des vermutlich größten Komponisten aller Zeiten, Ludwig van Beethoven, der 2020 seinen 250. Geburtstag gefeiert hätte. Später im Jahr folgen Lore Lorentz, Georg Friedrich Wilhelm Hegel, Fritz Walter, Katharina Kasper, Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der legendäre Lügenbaron Münchhausen. Auf erfrischende Weise aus der Reihe tanzt die Sondermarke mit einer Würdigung der Sesamstraße.

Themen-Klassiker mit Zuschlag

Alljährlich erscheinen mehrere Briefmarkenausgaben zugunsten wohltätiger Zwecke. Diese Zuschlags- oder auch Plusmarken erheben zusätzlich zum Portotarif einen Cent-Betrag, der durch ein kleines Plus (+) hinter dem normalen Portowert ausgewiesen wird. 2020 sind die Sportmarken neuen Olympischen Sportarten gewidmet – konkret dem Sportklettern, dem Skateboardfahren und der japanischen Kampfkunst Karate. Die Zuschlagsmarken für die Jugend und die Wohlfahrtpflege präsentieren absolute Themen-Klassiker, nämlich historische Feuerwehrfahrzeuge und ein Märchen der Brüder Grimm. Mit weiteren Plusmarken zu den Themen Umweltschutz und Weihnachten ergibt sich ein rundes Gesamtbild.

Beliebte und neue Briefmarken-Serien

Natürlich dürfen auch 2020 die „Tierkinder“ nicht fehlen, die gerade unter den jüngsten Philatelisten größte Beliebtheit erlangt haben. Die „Deutschen Fernseh-Legenden“ werden durch den Tatort repräsentiert. Neben den Dauerserien „Deutschlands schönste Panoramen“ und „Leuchttürme“ finden auch zwei 2019 gestartete Serien in diesem Jahre ihre Fortsetzung. Die „Optischen Täuschungen“ sind auch einfach viel zu schön, um nach einer Ausgabe wieder eingestellt zu werden. Ähnlich sieht es mit den „Helden der Kindheit“ aus, die einen herrlich nostalgischen Charme versprühen. Dass 2020 auch die Serie „Design aus Deutschland“ fortgesetzt wird, wurde von vielen Postkunden erhofft. Außerdem erwartet uns auch noch eine ganz neue Briefmarken-Serie, die sicherlich viele Freunde gewinnen wird. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten – aber es lohnt sich!

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Angesichts immer neuer Einschränkungen im Verkauf der Postwertzeichen in den Filialen – man denke an die schönen Blockausgaben, die an keinem Postschalter mehr erhältlich waren – können Sie jetzt von unserem besonderen Kundenservice profitieren. Bestellen Sie die Briefmarken-Neuerscheinungen 2020 auf unserer Website www.borek.de und erhalten Sie alle gewünschten Stücke bequem nach Hause geliefert.

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Briefmarken Januar 2020

 

 

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2. Januar 2020 „150. Geburtstag Ernst Barlach“


Der Bildhauer, Zeichner und Schriftsteller Ernst Barlach zählt zu den wichtigsten modernen deutschen Künstlern. Sein Werk, das sowohl im Realismus als auch im Expressionismus verankert ist, polarisierte zu Lebzeiten. Heute wird es von der Ernst-Barlach-Stiftung gepflegt und erhalten. Pünktlich zum 150. Geburtstag erscheint am 2. Januar 2020 eine Sondermarke zu 270 Cent mit dem Antlitz der Bronzeskulptur „Der Schwebende“, die im Güstrower Dom zu Ehren der Kriegstoten und der Opfer des Nationalsozialismus hängt. Die Gesichtszüge der Figur soll Barlach nach dem Vorbild seiner Künstlerkollegin Käthe Kollwitz gestaltet haben.


Ernst Barlach wurde am 2. Januar 1870 als Sohn eines Arztes geboren. Aus der materiellen Sicherheit seines Elternhauses heraus konnte seine musische Begabung bereits früh gefördert werden. Barlach studierte zuerst an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, bevor er als Meisterschüler des Bildhauers Robert Diez an die Dresdner Kunstakademie wechselte. Die Entscheidung für diese Form der bildenden Kunst soll auf dem Urteil seiner Mutter begründet gewesen sein, wie er später berichtete: „Du hast keinen Farbsinn!“, soll sie gesagt haben. „So wurde ich Bildhauer.“ Sein ganz eigener Stil traf auf Wohlwollen. Barlach stellte aus, erhielt ein Auslandsstipendium in Italien, übernahm zwischenzeitlich Lehraufträge und widmete sich in der verbleibenden Zeit auch seinen literarischen Ambitionen. Diese waren stets mehr als eine Nebentätigkeit und bilden mit rund einem Dutzend Arbeiten einen wichtigen Teil seines Lebenswerkes.


Einen gravierenden Einschnitt erfuhr Barlachs Leben durch den Ersten Weltkrieg. Seine Erlebnisse als Landsturmmann prägten ihn sowohl künstlerisch als auch menschlich. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen Gedenkskulpturen zu Ehren der Gefallenen. Der expressionistische Stil und die klar pazifistische Haltung rückten Ernst Barlach schon vor der Machtergreifung in den Fokus der Nationalsozialisten. Obwohl er sich politisch nicht betätigte, erfuhr er zunehmende Anfeindungen. Im „Dritten Reich“ zählte sein Werk zur „Entarteten Kunst“, und das auf der Briefmarke vom 2. Januar 2020 abgebildete Ehrenmal wurde 1941 sogar eingeschmolzen. Glücklicherweise hatten Freunde einen Nachguss anfertigen lassen, der gut verborgen den Krieg überstand. Barlach, der durch gezielte Rufmordkampagnen geächtet worden war, wurde mit einem Ausstellungsverbot belegt. Er musste noch die Konfiszierung unzähliger seiner Arbeiten miterleben. Am 24. Oktober 1938 starb er an einem Herzinfarkt.

 

 

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2. Januar 2020 „250. Geburtstag Ludwig van Beethoven“


Er gilt als eines der größten Genies der Musikgeschichte: Ludwig van Beethoven. Am 2. Januar 2020 ehrt ihn die Deutsche Post mit einer Sondermarke zu 80 Cent zu seinem 250. Geburtstag. Der im Dezember 1770 geborene Beethoven, zeigte bereits in jungen Jahren großes musikalisches Talent. Er stammte aus einer Musikerfamilie, und sein Vater, Sänger der kurfürstlichen Hofkapelle, unterrichtete den Knaben von klein auf. Dabei soll er oft ruppig mit ihm umgesprungen sein, was über die Jahre unter zunehmendem Alkoholeinfluss nicht besser wurde. Ludwig van Beethoven entwickelte sich dennoch bald zu einem „Wunderkind“ und trat mit nur sieben Jahren erstmals öffentlich auf. Mit Zwölf war er Stellvertreter des Hoforganisten, der ebenfalls sehr beeindruckt von Beethovens Musikalität war. Er vermittelte dem Jungen auch einen Studienaufenthalt in Wien, wo er bei Mozart in die Lehre gehen sollte. Doch die Erkrankung seiner Mutter rief Beethoven bald wieder zurück nach Bonn, zumal sein Vater endgültig den Boden unter den Füßen verlor. Der Junge übernahm nach dem Tod seiner Mutter die Rolle des Familienoberhauptes. Trotz dieser schwierigen Umstände gelang es ihm, sich einen Ruf zu erspielen. Als 1792 Joseph Haydn in Bonn gastierte, ließ er Beethoven vorspielen und lud ihn ein, als sein Meisterschüler nach Wien zu kommen.


Beim zweiten Anlauf gelang die Karriere in der Donaumetropole. Beethoven studierte bei Haydn und suchte sich noch drei weitere Lehrer hinzu. Wohlhabende Musikliebhaber wurden auf das Ausnahmetalent aufmerksam, und Fürst Karl Lichnowsky schlüpfte schließlich in die Rolle als Beethovens persönlichen Mäzen. Der Fürst vermittelte Kontakte zu anderen Persönlichkeiten des Wiener Kulturlebens und unterstütze ihn durch eine stattliche jährliche Pension. Beethoven brillierte in den Salons als Klaviervirtuose. Seine Improvisationen machten ihn zu einer lokalen Berühmtheit. Doch auch über Wien hinaus begannen seine Kompositionen für Aufsehen zu sorgen. Bald jedoch fiel ein Schatten über den erfolgreichen Künstler. Schon 1798 zeichnete sich eine erste Beeinträchtigung seines Hörvermögens ab, die binnen weniger Jahre stark voranschritt. Die Sorge und die Beeinträchtigung im sozialen Umgang ließen aus dem tiefsinnig verschlossenen Beethoven bald einen düsteren und oft bitteren Menschen werden. Zahlreiche Kuren und medizinische Experimente brachten keine Linderung, sondern nur Frustration, Schmerzen und Verzweiflung. Ab 1813 konnte er sich nur noch mithilfe von Hörrohren mühsam unterhalten. Der Bruch mit seinem Mäzen und eine weitere unglückliche Liebe stürzten den nun auch noch von finanzieller Not bedrückten Künstler in eine tiefe Krise. Dennoch gelangen ihm mit der „Missa solemnis“ und der 9. Symphonie grandiose Spätwerke.


Die letzten Jahre waren von schwerer Krankheit geprägt, deren Ursache nicht bekannt ist. Möglicherweise litt Beethoven unter den Folgen einer Bleivergiftung. In jedem Fall machte ihm ein langjähriges Leberleiden zu schaffen. Am 26. März 1827 starb der Komponist im Alter von 57 Jahren, geschwächt durch eine Lungenentzündung, an den Folgen einer Leberzirrhose.

 

 

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2. Januar 2020 „Schätze aus deutschen Museen: Vincent van Gogh – Mohnfeld“


Gleich zu Jahresbeginn wird die beliebte Serie „Schätze aus deutschen Museen“ fortgesetzt. Das Motiv stammt von Vincent van Gogh. Es ist das Gemälde „Mohnfeld“. Die Briefmarke vom 2. Januar 2020 im Wert von 155 Cent ist für den Versand von Großbriefen geeignet.


Vincent van Goghs Stil ist einzigartig. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass der Maler Autodidakt war. Zu den besonders auffälligen Merkmalen seiner Bilder zählt die sogenannte Impasto-Maltechnik, also das sehr dicke Auftragen der Farbe, in der sich die Verarbeitung niederschlägt. Jeder Pinselstrich ist sichtbar. Dadurch gewinnt das Bild eine ganz eigene Dynamik. Der Künstler betonte durch seine ausgeprägte Strukturierung der Oberfläche die Bilddetails. Strichelungen, Kringel oder kleine Kreise unterstrichen die natürliche Geometrie des Objekts. Auch hinsichtlich der Farbgebung folgte van Gogh einzig seinem Gespür. Er kombinierte Komplementärfarben, veränderte natürliche Töne zugunsten der Wirkung und entwickelte mit der Zeit eine ganz persönliche Farbenlehre mit emotionalen Zuordnungen. Über sein berühmtes Bild Nachtcafé schrieb er 1888: „Ich habe versucht, mit Rot und Grün die schrecklichen menschlichen Leidenschaften auszudrücken. Der Raum ist blutrot und mattgelb, ein grünes Billard in der Mitte, vier zitronengelbe Lampen mit orangefarbenen und grünen Strahlenkreisen. Überall ist Kampf und Antithese“.


Das auf der Briefmarke abgebildete Werk aus dem Jahre 1889 spielte eine ganz besondere Rolle in der deutschen Kunstgeschichte. Am „Mohnfeld“ entbrannte ab 1911 der sogenannte „Bremer Kunststreit“. Damals kaufte der wissenschaftliche Leiter der Bremer Kunsthalle, Gustav Pauli, dieses Bild zum für die damalige Zeit exorbitanten Preis von 30.000 Reichsmark. Pauli sah in den französischen Impressionisten und den von ihnen beeinflussten Künstlern die wichtigste Strömung der modernen Kunstentwicklung. Van Gogh als Postimpressionist spielte für ihn eine herausragende Rolle. Eine Gruppe deutscher Künstler fühlte sich durch die Bevorzugung ausländischer Malerei benachteiligt und entfachte einen Grundsatzstreit über den „Farbenirrsinn“ der von ihnen verpönten Ausländer. Der Streit schlug hohe Wellen, konnte aber schlussendlich nicht den Siegeszug der Moderne aufhalten.


Das Bild „Mohnfeld“ stammt aus dem letzten Lebensabschnitt des Künstlers. Nach verschiedenen beruflichen Fehlschlägen hatte sich van Gogh die letzten zehn Jahre seines Lebens ganz der Kunst verschrieben – für seinen Lebensunterhalt sorgte meist sein jüngerer Bruder Theo. Zwischen intensiven Schaffensphasen erlitt er immer wieder persönliche Krisen. Legendär ist die Episode, in der sich van Gogh einen Teil des linken Ohrs abschnitt. Nach längerem Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt verfiel er in einen förmlichen Schaffensrausch, bevor er sich im Juli 1890 das Leben nahm. Die schöne Briefmarke vom 2. Januar 2020 lädt ein, sich intensiver mit dieser faszinierenden Persönlichkeit zu beschäftigen.

 

 

 

 

 Briefmarkenserie Deutschlands schönste Panoramen

 

 

 Briefmarkenserie Deutschlands schönste Panoramen

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2. Januar 2020 „Deutschlands schönste Panoramen: Bonn / Siebengebirge“


Gleich zu Jahresbeginn, am 2. Januar 2020, erscheint die lang erwartete Fortsetzung der Briefmarkenserie „Deutschlands schönste Panoramen“. Die beiden im Zusammendruck produzierten Werte zu 60 Cent präsentieren einen atemberaubenden Blick vom nördlichen Siebengebirge aus über den Rhein auf das am linken Ufer liegende Bonn.


Die frühere Bundeshauptstadt mit ihren rund 300.000 Einwohnern zählt zu den ältesten deutschen Städten. Die erste Siedlung an diesem Ort war ein römisches Militärlager. Bis zum Untergang des Westreiches war „Bonna“ ein wichtiger Grenzposten, der auch von zahlreichen Händlern besucht wurde. Die günstige Lage wurde auch von den nachfolgenden Franken erkannt, sodass sich die Siedlungstätigkeit auch in germanischer Zeit fortsetze. Im Mittelalter gelangte die Stadt zu früher Blüte. Seither zählt sie zu den wichtigsten Metropolen des Rheinlands. Trotz schwerer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist Bonn eine Stadt mit vielen historischen Bauten. Unter Studenten gilt der Studienort als Geheimtipp. Obwohl sich die Bundespolitik nach Berlin verabschiedet hat, ist Bonn noch immer eine sehr internationale Stadt mit einem reichhaltigen Kulturleben.


Das Rhein-Panorama der beiden Briefmarken wird rechts vom Schloss Drachenburg abgeschlossen. Dieser Bau im Stil des Historismus hat keine historischen Wurzeln. Vielmehr handelt es sich um die zwischen 1882 und 1884 erbaute Luxusresidenz des Bankiers Stephan von Sarter, der an der Börse zu großem Reichtum gekommen war. Gewohnt hat er dort allerdings nicht. Die oberhalb des Schlosses gelegene Burgruine hingegen blickte auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück, bevor sie in der Neuzeit verfiel. Der von ihr bewachte Drachenfelsen liegt am nördlichsten Ausläufer des Siebengebirges. Dieser Mittelgebirgszug erstreckt sich am rechten Rheinufer bis zum Montabaurer Westerwald. Heute ein beliebtes Ausflugsziel, bargen die Felsen des Siebengebirges einst manchen Schatz. Schon die Römer betrieben dort Steinbrüche. Der vulkanische Trachyt wurde auch im Fundament des Kölner Doms verbaut und in späteren Jahrhunderten auf dem Fluss als begehrtes Baumaterial verschifft. Erst in der Preußenzeit endete der Abbau, da die Burgruine abzurutschen drohte. Von da an entwickelte sich die Region zu einem frühen Naherholungsgebiet. Die preußische Regierung hatte sowohl den Kahlschlag der Wälder untersagt als auch den Abbau von Buntmetallerzen eingestellt. Folglich konnte sich die Natur wieder erholen. 1922 erfolgte schließlich die offizielle Eintragung als Naturschutzgebiet.


Heute verlaufen über die bewaldeten Höhen des Siebengebirges zahlreiche Wanderwege. Vor allen Dingen der Rheinsteig schenkt dem Wanderer hier am östlichen Ufer ein herrliches Panorama, eines der schönsten Deutschlands, wie der Titel der Briefmarke feststellt.

 

 

 

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2. Januar 2020 „Pressefreiheit“


Am 2. Januar 2020 widmet die Deutsche Post einem der Grundrechte unserer Verfassung eine Briefmarke. Die Sondermarke zu 95 Cent, also für den Versand eines Kompaktbriefes, trägt den Titel: „Pressefreiheit“.


Die Pressefreiheit zählt zu den Fundamenten unserer Demokratie. Im Artikel 5 des Grundgesetzes wird festgelegt: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Diese gewährte Freiheit gilt also sowohl für den aktiven als auch den passiven Nutzer. Der Schlusssatz macht deutlich, gegen welche Gefahren das Gesetz die Presse schützen möchte. In der deutschen Geschichte hat es fast nie eine freie Presse gegeben. In beinahe jeder bisherigen Staatsform unseres Landes unterlagen Zeitungen und Verlage der Kontrolle des Staates. Kritische Berichterstattung konnte und wurde unterdrückt. Oft mündete diese Praxis in eine Form der Selbstzensur. Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gilt das hohe Gut der Pressefreiheit als unbedingt schützenswert – eine historische Errungenschaft. Unumstritten ist sie leider nicht. Vertreter ganz unterschiedlicher Interessengruppen versuchen fortwährend die Freiheit der Presse einzuschränken.


An erster Stelle der Gefährder stehen nach wie vor Regierungen und staatliche Institutionen. Während in der Bundesrepublik wenigstens eine starke Justiz regelmäßig im Sinne der Pressefreiheit urteilt, beobachten wir international immer stärkere staatliche Einschränkungen. Missliebige Journalisten werden als „Terroristen“ oder „Putschisten“ angeklagt und verurteilt. Dass in einer der ältesten Demokratien der Welt, den Vereinigten Staaten, die Medien von ihrem Staatsoberhaupt als „Volksfeinde“ oder „Abschaum“ bezeichnet werden, belegt die Fragilität demokratischer Strukturen. Ohne demokratischen Konsens aber kann auch die Pressefreiheit nicht überleben. Das zeigt sich auch hierzulande immer deutlicher. Denn die weitaus größere Gefahr für die Pressefreiheit erwächst aus der Bevölkerung selbst. Die von populistischen Akteuren und digitalen Spiegelkabinetten verstärkte Ich-Bezogenheit der öffentlichen Wahrnehmung mündet zunehmend in eine Verächtlichmachung journalistischer Arbeit. „Lügenpresse“ rufen gerade diejenigen besonders laut, die überhaupt keine Zeitung lesen. Eine ohne jeden Beleg, ohne Quelle, ohne inhaltliche Einordnung und ohne jede Überprüfung der Tatsachen ins Netz posaunte Sensationsmeldung wird hingegen als Wahrheit angenommen und mit aller Schärfe verteidigt. Das Problem ist, dass sich diese Mediennutzer jeglicher faktenbasierter Argumentation entziehen. Ihnen geht es nur darum, sich im Recht zu fühlen. Wenn sich aber die Bürger wie kleine Despoten benehmen und abweichende Meinungen grundsätzlich ablehnen, sind nicht nur Meinungsfreiheit und Pressefreiheit in Gefahr, sondern die Freiheit selbst.

 

 

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2. Januar 2020 „Blumen: Taglilie“


Die erste Briefmarke des neuen Jahres zeigt eine Blume. Die beliebte Freimarkenserie wird am 2. Januar 2020 mit einer orangeroten Taglilie fortgesetzt. Die Wertstufe beträgt 30 Cent.


Taglilien stammen eigentlich aus Ostasien, wo sie bereits seit Menschengedenken als Heil- und Nutzpflanzen kultiviert werden. Aus den ausdauernden und krautigen Lilien lassen sich nämlich sowohl Fasern für die Herstellung von Seilen oder Gewebe als auch Hausmittel gegen Verstopfung, Lungenentzündung und sogar Tuberkulose gewinnen. In Europa spielen diese Vorzüge der Taglilien keine Rolle. Stattdessen sind sie hierzulande beliebte Ziergewächse für den Garten. Es wird vermutet, dass sie ihren Siegeszug von England aus angetreten haben. Auf der Höhe seiner Macht kontrollierte das britische Empire bekanntlich die Weltmeere, und in den englischen Häfen wurden Kostbarkeiten aus aller Herren Länder gehandelt. Die Landschaftsgärtner und Züchter profitierten davon besonders und experimentierten mit allerlei exotischen Pflanzen.


Taglilien sind anspruchslos in ihren Bedürfnissen, pflegeleicht und anpassungsfähig. Ganz gewöhnlicher Gartenboden reicht vollkommen aus, nur allzu trocken darf der Standort nicht sein. Halbschatten vertragen die Pflanzen gut, in der Sonne bilden sie aber wesentlich mehr Blüten aus – und um die Blüten geht es den meisten Gartenbesitzern, wenn sie sich für Taglilien entscheiden. Obwohl der Name es bereits andeutet, dass die schönen Blüten dieser Blumen nur für einen Tag blühen, können sie aufgrund ihrer großen Anzahl dennoch für mehrere Monate herrliche Farbakzente setzen. Denn jede einzelne Taglilie bildet viele Knospen aus, außerdem neigen die Pflanzen dazu, Horste zu bilden. Von den knollenartigen Wurzeln aus wachsen Rhizome, aus denen bald neue Triebe sprießen. Mancher Gärtner sticht daher regelmäßig Teile des Wurzelstocks ab, um die unkontrollierte Verbreitung zu verhindern. Es wird empfohlen, rund einen Quadratmeter Platz für die Pflanze zu reservieren. Die idealen Pflanzzeiten sind das Frühjahr oder der Herbst. Mit einer Gabe Kompost als Starthilfe und ausreichend Feuchtigkeit in der Erde steht der eigenen Taglilienkolonie nichts mehr im Wege.


Dank ihrer Beliebtheit gibt es heute neben den rund 20 natürlichen Arten eine kaum noch überschaubare Menge an gezüchteten Hybriden. Schätzungen liegen zwischen 50.000 und 80.000 Stück. Erst 2018 ist die Taglilie zur „Staude des Jahres“ ernannt worden.