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Azad-Hind-Briefmarken

Kampf für die Befreiung Indiens

1942 verhandelte der indische Revolutionsführer Subhash Chandra Bose in Berlin mit den Nationalsozialisten über deutsche Unterstützung bei der Befreiung Indiens von den britischen Kolonialherren. Doch Berlins Hilfe beschränkte sich auf die Ausbildung einiger Inder bei der Waffen-SS und einer Ausgabe Postwertzeichen für das befreite Indien. Bose reiste anschließend per U-Boot um die halbe Welt. Der Aufstand scheiterte, aber die unveröffentlichten Azad-Hind-Briefmarken blieben als Zeugnisse dieser abenteuerlichen Geschichte erhalten.

Subhash Chandra Bose

Der junge Inder Subhash Chandra Bose war ein Zeit- und Parteigenosse Mahatma Gandhis und Pandit Nehrus. Doch im Gegensatz zu ihnen sah er die einzige Chance für eine Befreiung Indiens im bewaffneten Kampf. Immer wieder wurde Subhash Chandra Bose von den britischen Kolonialherren inhaftiert und nach dem offiziellen Eintritt Indiens in den Krieg unter Hausarrest gestellt.

1941 floh Bose nach Kabul und wandte sich von dort an Moskau, wo er vergeblich um Unterstützung für einen Aufstand Indiens warb. Schließlich reiste der Revolutionär nach Berlin.

Briefmarken statt Waffen

Hitler und seine Befehlshaber zeigten sich skeptisch. Einige indische Kriegsgefangene wurden in der „Legion Freies Indien“ zusammengefasst und von der Waffen-SS ausgebildet. Doch diese „Legion“ blieb in Europa, wo sie Hilfsdienste für die Wehrmacht leistete.

Subhash Chandra Bose erhielt stattdessen als moralische Unterstützung von der Reichsdruckerei produzierte Briefmarken für den künftigen Staat „Freies Indien“ – „Azad Hind“. Ansonsten, so die Aufforderung, solle er sich an die Japaner wenden, die in Ostasien über Truppen und Aufmarschbasen verfügten.

Per U-Boot um die halbe Welt

Im Februar 1942 stach in Kiel ein deutsches U-Boot mit Subhash Chandra Bose an Bord in See. Ende April setzte Bose bei Madagaskar auf ein japanisches U-Boot über, das ihn nach Singapur brachte. Hier rekrutierte er mit japanischer Hilfe rund 40.000 Inder unter den Kriegsgefangenen und Plantagenarbeitern und machte sich über Birma in Richtung Indien auf den Weg. Doch die Zeit spielte gegen Bose und seine Pläne vom freien Indien.

Trotz Anfangserfolgen wurden die indischen Aufständischen zusammen mit der im Niedergang begriffenen japanischen Schutzmacht zurückgeschlagen und mussten kapitulieren. Die erhoffte Volkserhebung war ausgeblieben. Subhash Chandra Bose starb wenig später bei einem Flugzeugabsturz, und der Traum von „Azad Hind“ – dem „Freien Indien“ – wurde erst zwei Jahre später Wirklichkeit. Diesen Erfolg schafften Gandhi und Nehru aber auf friedlichem Weg.

Azad-Hind-Briefmarken unversehrt

Heute ist Subhash Chandra Bose trotz seiner umstrittenen Kooperation mit dem Dritten Reich in Indien als Nationalheld rehabilitiert. Auch sein politischer Gegner Mahatma Gandhi lobte dessen Kampf für die indische Einigkeit entgegen aller ethnischen und religiösen Differenzen. Die Soldaten aus Boses Befreiungsarmee wurden sämtlich begnadigt.

Die Briefmarken aus der Reichsdruckerei wurden nach dem Krieg unversehrt wiedergefunden. Sie zeugen bis heute von dem verzweifelten Versuch eines einzelnen Mannes, sein Land von der Kolonialherrschaft zu befreien und sind damit beeindruckende historische Dokumente.

 

Azad Hind: Prüfung dringend angeraten

Trotz der relativ hohen Stückzahlen der Berliner Produktion sind vollständige Sätze der Azad-Hind-Briefmarken heute selten zu finden. Wegen einer Reihe Fälschungen aus Ostasien ist es dringend geboten, nur von Experten geprüfte Stückte zu erwerben.