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Der Schwarze Einser

Bayern Nr. 1 - Die erste Briefmarke Deutschlands 

 

Beim Schwarzen Einser oder auch Bayern Nr. 1 handelt es sich um die erste deutsche Briefmarke, welche vom Königreich Bayern ausgegeben wurde.

Fünf Jahre nachdem England den weltweit ersten aufklebbaren Gebührenzettel einführte, begann das Oberpostamt München ebenfalls über die Briefmarke nachzudenken. Nachdem mehrere Drucke getestet waren, entschied man sich letztendlich für das einfache uns bekannte Ziffernmotiv von Johann Peter Haseney, anstatt für ein Laubblatt-Design.

Den Druck übernahm die Universitätsdruckerei München des Herrn Johann Georg Weiss. Hier kamen auch die vier bekannten Kehrdrucke zu Stande, da die vorgesehenen 180er Schalterbogen eine überdimensionale Druckform benötigten. Die Druckerei löste das Problem, indem sie 180 Einzelklischees zusammenfasste, was allerdings zu Verrutschen führte oder die Formen fielen gar aus der Fassung.

Letztendlich wurde die erste Briefmarke Deutschlands auf handgeschöpften Papier und geschnitten ab dem 01. November 1849 öffentlich ausgegeben und erhält den Namen „Schwarzer Einser“, aufgrund Farbe und Wert.  

Zeitgleich mit dem schwarzen Einser erschienen weitere Briefmarken mit höheren Werten von 3 Kreuzern in blauer Farbe und 6 Kreuzern in brauner Farbe. Die schwarze Briefmarke allerdings wurde schon 1851 nicht mehr verkauft, da schwarze Stempelfarbe zur Entwertung verwendet wurde und somit Betrug deutlich vereinfachte. Stattdessen entschied man sich für eine rosa Briefmarke mit gleichem Wert, welche an das Design der 3-Kreuzer und 6-Kreuzer-Briefmarken angepasst wurde. 

 

Die Merkamle des Schwarzen Einsers

Bei der Erstellung des Schwarzen Einsers wurden zwei verschiedene Platten verwendet. Die erste dieser beiden verursachte einen unscharfen Druck, die zweite wurde so optimiert, dass sie ein klares Motiv schuf. Der bekannteste Unterschied zwischen beiden Briefmarken ist der beschädige linke Fuß der großen Ziffer „1“. Ein Fehler, der bei der ersten Platte deutlich hervorkommt, bei der zweiten hingegen gar nicht mehr auftritt. Insgesamt wurden mit diesen beiden Platten 832.500 Briefmarken gedruckt.

Als Sicherheitsmerkmal tragen die Briefmarken den Namen des Entwerfers und Stechers, versteckt im gemusterten Hintergrund. Vergrößert man die Sammlerstücke, erkennt man links neben der 1 die Initialen von Peter Haseney und rechts erkennt man den Namen der Druckerei WEISS.

 

Besondere Sammlerstücke

Der Schwarze Einser ist wie andere wertvolle Briefmarken häufig gefälscht worden. Allerdings haben selbst diese Fälschungen derzeit ein hohes Suchvolumen und erzielen beachtliche Preise. Die Kopien von Sperati (1884-1957) sind die beliebtesten und wertvollsten Fälschungen.

Doch natürlich gibt es auch unter den Originalen besondere Wertstücke. Der „Eichstätt-Brief“ ist beispielsweise der einzige Sechserblock von Schwarzen Einsern, welcher 1958 in Eichstätt entdeckt wurde und nun in der Schatzkammer des Berliner Museums für Kommunikation angeschaut werden kann. Ebenfalls wurde ein Block mit zwölf Briefmarken, wovon irrtümlicherweise ein Exemplar kopfsteht, 2009 für 320.000 Euro versteigert. 

Neben diesen wertvollen Blöcken von Schwarzen Einsern gibt es auch Briefe, welche zu hohen Preisen gehandelt werden. Vorne liegt hier ein Brief mit zwei Dreistreifen aus Neustadt an der Aisch, welcher für 55.000 Euro versteigert wurde, sowie zwei Briefe mit je sechs aufgeklebten Schwarzen Einsern aus der Pegnitz, welche einen Wert von 185.000 und 100.000 Mark erzielten.

 

Bei uns erhalten Sie den Schwarzen Einser in sauber gestempelter Luxuserhaltung: