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Feldman-Auktion im Juni mit internationalen Raritäten

Mai 2018

Vom 12. bis 15. Juni 2018 veranstaltet David Feldman in Genf seine große Frühjahrsauktion. In vier Tagen präsentiert der Auktionator sechs internationale Themenschwerpunkte mit ausgesuchten Losen. Neben Indien, Großbritannien und Übersee öffnet das Auktionshaus am Mittwoch, dem 13. Juni, ab 17 Uhr eine philatelistische Schatzkiste, wie man sie selten zu sehen bekommt. Unter dem Motto „Internationale Raritäten“ versammelt Feldman 81 Lose der Extra-Klasse. Jedes Stück ist eine Seltenheit, und auch Briefmarken-Sammler, die keine vier- bis sechsstelligen Summen in eine solche Rarität investieren möchten, können sich dem Reiz dieser sensationellen Lose nicht entziehen.

 

Gekrönte Häupter

Kaiserliches Paar

Die Freimarken „Präsident Louis Napoleon“ sind nicht nur historische Kostbarkeiten, die davon zeugen, wie der Neffe des großen Bonaparte der erputschten Alleinherrschaft ein legales Antlitz zu verleihen suchte. Auch der finanzielle Wert dieser Briefmarken ist stattlich. Das gilt insbesondere für Frankreichs Nr. 8 (Yvert-Katalog Nr. 9) zu 10 Centimes, die zwischen 35.000 und 38.000 Euro Katalogwert erzielt. Sie erschien einen Tag nach der Selbstverleihung der kaiserlichen Würde Louis Napoleons als Napoleon III. am 3. Dezember 1852. Unter David Feldmans internationalen Raritäten befindet sich von diesem gesuchten Stück ein postfrisches Paar, das bis heute einzig bekannte Exemplar in dieser Erhaltung. Entsprechend hoch liegt der Wert des kaiserlichen Paars zwischen 130.000 und 150.000 Euro.

Es muss nicht immer die Blaue Mauritius sein

Gleich zwei bemerkenswerte Belege der philatelistisch berühmtesten britischen Kronkolonie kommen am 13. Juni 2018 in Genf zum Ausruf. Die beiden Prachtexemplare belegen, dass es nicht immer die Blaue Mauritius sein muss. Vielmehr handelt es sich bei den Postwertzeichen auf den kostbaren Belegen um die Mauritius-Freimarken mit den Katalognummern 3 und 4, also „Post Paid“ anstelle der legendären „Post Office“. Das erste Stück ist eine Mischfrankatur von 1854 mit Ziel Port Louis, der späteren Hauptstadt der Insel. Neben der Entwertung mit Kreisstempeln zieren ein prächtiger Aufgabestempel aus Souillac im südlichen Bezirk Savanne vom 7. September 1854 und ein Eingangsstempel des Hauptpostamts vom Folgetag das Kuvert. Das Prachtexemplar wird entsprechend auf stolze 250.000 bis 300.000 Euro geschätzt. Der zweite Beleg mit zwei blauen 2-Pence wurde am 27. Januar 1855 entwertet. Die linke Briefmarke zeigt den berühmten Fehldruck „PENOE“ bei der Währungsangabe. Das Schreiben ging zur 200 Kilometer westlich gelegenen französischen Insel Réunion, die bis 1848 noch Bourbon hieß und der beliebten Vanille-Sorte ihren Namen gab. Rückseitig ist die Ankunft am 2. Februar 1855 in St. Denis mit einem schönen Ankunftsstempel bestätigt. Der Wert dieses Luxusbelegs liegt bei geschätzten 300.000 bis 400.000 Euro. Wie gesagt: Es muss nicht immer die Blaue Mauritius sein.

Weitgereiste One Penny Black

Gemessen an den vorherigen Losen kommen die beiden Exemplare der One Penny Black auf einem Beleg von den Bermudas aus dem Jahre 1842 verhältnismäßig günstig daher. Das schöne Stück rangiert zwischen 7500 und 10.000 Euro im Wert. Der Absender befand sich auf dem britischen Linienschiff dritter Klasse „H.M.S. Illustrious“. Der Dreimaster aus dem Jahr 1803 hatte bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Unter anderem war er bei der Eroberung der Insel Mauritius von den Franzosen beteiligt. In den 1830er stand das Schiff kurz vor der Verschrottung, wurde dann aber erneut in Dienst gestellt. 1841 brach die „H.M.S. Illustrious“ schließlich in Richtung Nordamerika auf und hielt sich anschließend längere Zeit in der Karibik auf. Am 4. Februar 1842 gab der Absender seinen Brief auf, der via Portsmouth nach London gelangte. Die beiden weitgereisten One Penny Black illustrieren ein spannendes Kapitel der maritimen Geschichte.

Deutsche Raritäten

Seltenheit aus Südwest

Ebenfalls am 13. Juni zum Ausruf kommt ein außergewöhnliches Stück aus den deutschen Kolonien. Eine Ganzsachenpostkarte zu 5 Pfennig mit Wertstempeleindruck der Krone/Adler-Freimarken und diagonalem Aufdruck wurde am 28. September 1899 in Deutsch-Südwestafrika aufgegeben. Ziel war Detmold im Kreis Lippe, wo die Postkarte am 2. November des Jahres mit einem Eingangsstempel versehen wurde. Was diese Ganzsache aber zu einer Seltenheit macht, ist der Absenderstempel „Ramansdrift“. Der kleine Ort am Ufer des Oranjeflusses lag einst direkt an der Wegverbindung nach Warmbad und beherbergte zu Kolonialzeiten eine Post- und Telegrafenstation. Belege mit Ramansdrift-Aufgabestempel sind extrem selten. 1915 marschierten an diesem Grenzposten südafrikanische Truppen in Südwest ein, worauf die deutschen Kolonialtruppen bald kapitulierten. Heute ist das Städtchen verlassen. Der wunderschöne Beleg ist zwischen 5000 und 7000 Euro wert.

Inselpost-Rarität

Ein weiteres Ganzstück der Feldman-Auktion stammt aus dem dramatischen letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. Das Schreiben wurde am 13. Februar 1945 auf der Insel Wollin aufgegeben und war an den Stabsintendanten Barbick auf der Insel Kreta gerichtet. Freigemacht ist der Beleg mit der Zulassungsmarke für Luftpostbriefe, die den roten Aufdruck „Inselpost“ trägt. Was das Stück zu einer absoluten Rarität macht, ist die Verwendung einer durchstochenen Urmarke, die den Katalogwert in den fünfstelligen Bereich katapultiert. Da der Ausruf zwischen 3000 und 5000 Euro erfolgen wird, dürfte die Auktion für manchen Sammler eine einmalige Gelegenheit sein, solch eine Rarität der Inselpost zu ersteigern.

Glanzstücke der Philatelie

Neben den erwähnten Stücken bietet der Auktionsteil „Internationale Raritäten“ auch noch Baseler Tauben, faszinierende Belege aus den italienischen Staaten und etliche Exemplare aus Griechenland und den französischen Kolonien. Ein Höhepunkt ist sicherlich auch der komplette Markenbogen der Suez-Kanal-Company, der zwischen 10.000 und 15.000 Euro ausgerufen wird. Zum Vergleich: Der Stanley-Gibbons-Katalog bewertet das Stück mit rund 65.000 Pfund. Selbst wenn man in diesen Preisklassen nicht heimisch ist, laden diese Glanzstücke der Philatelie zum Träumen ein. Sehenswert sind sie allemal und lehrreich obendrein.

 

Lakehurst-Rarität.

Die Katastrophe von Lakehurst am 6. Mai 1937 brannte sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit ein und beendete das Zeitalter der deutschen Zeppelin-Luftfahrt. Geborgene Luftpostsendungen zählen zu den Top-Raritäten der Philatelie. Der angebotene Katastrophenbrief wurde am 1. Mai 1937 in Rotterdam aufgegeben und ist einer von nur 17 bekannten Belegen mit niederländischer Frankatur, die das Unglück überstanden. Das außergewöhnliche Stück stammt aus der legendären Zeppelin-Sammlung von Sir David Roderick Kirch, der sich in den vergangenen Jahren von Teilen seiner Kollektion trennte, weil sie einfach zu umfangreich geworden war. Der künftige Besitzer dieser Lakehurst-Rarität muss davon ausgehen, dass die 8000 Euro Ausruf nur der Anfang einer spannenden Jagd sein werden.

 

Bleibende Werte

Diese kleine Auswahl exquisiter Stücke zeigt einmal mehr anschaulich, welche Schätze der Briefmarken-Geschichte immer wieder auf dem Markt zu finden sind. Solche Briefmarken und Belege werden stets die Fantasien und die Träume ambitionierter Sammler anregen. Sie sind auch abgesehen von Preisen und Auktionsergebnissen zeitlose Kostbarkeiten und werden so wie alle bleibenden Werte niemals an Reiz verlieren.

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