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Posthorn erzielt beachtliche Preise

September 2017

Der Posthornsatz der Deutschen Bundespost ist eine der großen Briefmarkenlegenden der modernen deutschen Postgeschichte. Die mit Abstand wertvollsten Freimarken der Bundesrepublik beschäftigen seit ihrem Erscheinen die Sammlerwelt, und bis heute sind sie Forschungsobjekt engagierter Spezialisten. Erst kürzlich wurde eine bis dahin unbekannte Hausauftragsnummer entdeckt ‒ eine kleine Sensation! Aber auch sonst sind die Posthörner stets für Überraschungen gut. So erzielen Posthorn-Lose auf Auktionen immer wieder beachtliche Preise, so wie jüngst bei der 179. Versteigerung von Rauhut & Kruschel.

Gute Zuschläge für Posthorn

Mehr als verdoppelt

Ein kleiner Leckerbissen für Posthorn-Sammler hatte sich bei der Rauhut & Kruschel-Auktion von Anfang September hinter der Losnummer 528 versteckt. Ein Zwischensteg-Leerfeld-Zusammendruck einer 6- und einer 10-Pfennig-Posthorn-Freimarke lockte zum Viertel des Katalogpreises. Solche Stücke, postfrisch und vom Unterrand, können darin durchaus eine vierstellige Bewertung erfahren. In der Mülheimer Reichspräsidentenstraße forderte der Ausruf von 250,- Euro geradezu die Interessenten heraus. Am Ende hatte sich der Preis für diese Posthorn-Spezialität mehr als verdoppelt, und der Zuschlag lag bei beachtlichen 520,- Euro.

Bilderbuch-Beleg

Sogar noch ein kleines bisschen höher fiel der Zuschlag für eine Posthorn-Einzelfrankatur mit 4-Pfennig-Wert aus. Dieser Tarif, der normalerweise für Standard-Drucksachen galt, machte in diesem Fall eine Blindensendung frei. Erst ab dem 1. März 1963 ist die Beförderung von Blindenschriftsendungen in der Bundesrepublik gebührenfrei. Zum Zeitpunkt des Versands am 2. März 1953 musste noch frankiert werden. Der Bilderbuch-Beleg mit seinem perfekt erhaltenen Braille-Text am linken Rand des Kuverts weist allerdings eine kleine Kuriosität auf. Obwohl Blindensendungen ausdrücklich von der Abgabe „Notopfer Berlin“ befreit waren, hatte der Absender diese 2 Pfennig extra investiert ‒ vielleicht ja, um seine Solidarität mit der geteilten Stadt zu zeigen. Ausgerufen zu 250,- Euro, schaffte es der schöne Beleg am Ende der Gebote auf einen Zuschlag von 540,- Euro. Er ist in jedem Fall eine wundervolle Bereicherung für jede Posthorn-Sammlung.

Für Experten

Ein Highlight für Posthorn-Experten ging unter der Losnummer 512 bei Rauhut & Kruschel an den Start. Ein schwarzer Probedruck der 4-Pfennig-Briefmarke mit allseits breitem weißem Bogenrand wurde angeboten. Er startete mit Ausruf 400,- Euro. Derartige Stücke sind sehr selten. Das vorliegende Prachtexemplar in einwandfreiem Zustand mit Attest stieg folglich bis auf einen Zuschlagswert von 1000,- Euro. Der glückliche Besitzer kann seine Kollektion mit diesem Probedruck um ein hochwertiges Sammlerstück ergänzen.

Druckerzeichen und Hausauftragsnummer

Ein anderes Los enthielt ein postfrisches Paar der Posthornserie aus der rechten unteren Bogenecke. Neben den beiden 2-Pfennig-Werten prangte in frischer Farbe das Druckerzeichen. Da diese Zeichen zusammen mit den Hausauftragsnummern (HAN) wichtige Informationen über die Produktionsgeschichte verraten, sind sie ein spannendes Forschungsgebiet und Sammelobjekt von Spezialisten. Im Frühjahr hatten die Experten der ArGe Posthorn-Heuss die Entdeckung einer neuen HAN auf dem Posthorn-Wert zu 15 Pfennig vermeldet. Die Nummer 15002.53 1 war bis dahin in keinem Spezialkatalog erfasst worden.

Weiterhin spannend und begehrt

Bis heute ist die legendäre Posthornserie also kein ruhendes Sammelgebiet – ganz im Gegenteil. Der Klassiker bleibt spannend und begehrt, und das Auktionsgeschehen beweist einmal mehr, dass die Posthörner in der Wertentwicklung durchaus noch Platz nach oben bieten. Für Einsteiger ist die Freimarkenserie besonders attraktiv, da sie gestempelt und auf Briefstücken zu durchaus günstigen Preisen gesammelt werden kann. Einen kompletten Satz in postfrischer Luxus-Erhaltung sein Eigen zu nennen, ist natürlich die Krönung einer jeden Sammlung. Aktuell ist das ein Wunsch, der durchaus in Erfüllung gehen kann. Noch sind auf dem Markt hochwertige Angebote zu moderaten Preisen zu verzeichnen. Die anhaltend große Beliebtheit und die beachtlichen Preise, die Posthorn-Briefmarken erzielen, lassen allerdings erahnen, dass die Nachfrage den Markt irgendwann erschöpft haben könnte.