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Offizielle deutsche Wohlfahrtsmarken & Jugendbriefmarken

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Mit einem Zuschlag für den guten Zweck: deutsche Wohlfahrtsmarken

Die Einführung von Wohlfahrtsmarken in Deutschland geht auf eine Initiative des Generalsekretärs des Deutschen Caritasverbandes Kuno Joerger zurück. Der leidenschaftliche Philatelist kam nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Idee, eine Briefmarke ins Leben zu rufen, die – wie bereits die Wohltätigkeits-, Deutsche-Nothilfe- und Winterhilfsbriefmarken aus der Zeit des Deutschen Reiches – neben dem normalen Postentgelt noch einen Spendenzuschlag für Bedürftige enthalten sollte.

 

Deutschlandweite Erfolgsgeschichte

 

Kam es 1948 und 1949 zunächst nur zu einmaligen Hilfsaktionen in Form regionaler Ausgaben von Wohltätigkeitsmarken in der sowjetischen und französischen Besatzungszone, hatte es Kuno Joerger wenig später geschafft: So erschienen ab 1949 deutschlandweit Briefmarken für den „guten Zweck“ und wurden fortan Wohlfahrtsmarken genannt. Seit 1951 werden die deutschen Postwertzeichen mit dem karitativen Zuschlag – der in der Regel die Hälfte des Portos beträgt – jährlich verausgabt und erfreuen sich auch unter Briefmarkensammlern großer Beliebtheit. Der Erlös aus dem Verkauf der Postwertzeichen bzw. die Zuschläge fließen in wichtige soziale Arbeiten verschiedener Wohlfahrtsverbände. Schirmherr des Sozialwerks Wohlfahrtsmarken ist traditionell der amtierende Bundespräsident.

 

Eigenschaften und Besonderheiten

 

Aktuell erscheinen in jedem Jahr zwei verschiedene Wohlfahrtsmarken-Serien. Zusätzlich werden seit 1969 jährlich ein oder zwei Weihnachtsmarken verausgabt.

Bedingt durch die Teilung Deutschlands und den alliierten Sonderstatus der Stadt erschienen die Wohlfahrtsmarken in Berlin seit Mitte der 1960er-Jahre in leicht veränderter Form. So brachte die Deutsche Bundespost Berlin bis 1990 eigene Ausgaben der Wohlfahrtsmarken zum jeweiligen Jahresthema heraus.

Wohlfahrtsmarken werden nur in einem vorher genau festgelegten Zeitraum verkauft. Während danach alle nicht veräußerten Exemplare vernichtet werden, dürfen hingegen alle anderen Sonderbriefmarken bis zur letzten Marke ausverkauft werden.

 

Langjährige Themenserien

 

Die Motive der bundesdeutschen Wohlfahrtsmarken waren in den Anfangsjahren thematisch sehr an die Ursprungsidee und den wohltätigen Charakter angelehnt. So widmete man diese Zuschlagmarken von 1949 bis 1958 den „Helfern der Menschlichkeit“ – mit Porträts von Persönlichkeiten aus allen geschichtlichen Epochen.

Zwischen 1959 und 1967 (und erneut in 2014 und 2015) zeigten die Wohlfahrtsmarken Motive aus den „Märchen der Gebrüder Grimm“ und hatten ab 1968 die „Welt des Spiels“ – von Puppen über Spielzeug bis zu Musikinstrumenten – zum Thema.

Die Siebziger Jahre waren das Jahrzehnt der „Flower Power“ – von 1974 bis 1985 auch in Form von Blumen-Motiven auf den Wohlfahrtsmarken.

 

Vielfältige Motive

 

Solch dauerhafte Serien gab es in den nachfolgenden Jahren jedoch nicht mehr. Die Themen wechselten nun fast jährlich und die Motive wurden vielfältiger – ob aus den Bereichen Architektur, Technik, Natur, Tierwelt, Verkehrsmittel oder berühmte Persönlichkeiten. Darüber hinaus schmückten zunehmend fotoähnliche Abbildungen die deutschen Wohlfahrtsmarken. Und auch die erste und bislang einzige Duftmarkenserie „Obst“ von 2010 stellte einen echten Höhepunkt sowohl für den Sammler als auch die Sinne dar.